fünfter sein

bilderbuch_fuenfter-seinDie Geschichte erzählt Ernst Jandls Gedicht „fünfter sein": Unter der Tür schiebt sich ein Lichtspalt in den geheimnisvollen und düsteren Raum. Da sitzen fünf lädierte, bemitleidenswerte Spielzeugwesen, aufgereiht auf Wartezimmer-Stühlen.

Dann aber kommt Bewegung in die Szene: „tür auf einer raus", helles Licht flutet aus dem Behandlungszimmer, ein geheilter Marienkäfer rollt davon. Dann kann natürlich wieder „einer rein" - in diesem Fall der flügellose Pinguin, was neue Tatsachen für den letzten in der Stuhlreihe bringt: „vierter sein". Baumelndes Hängelampenlicht begleitet schwungvoll alle, die in der Tür verschwinden, um kurz danach kuriert und glücklich wieder aufzutauchen.

Wundersamerweise kümmert sich hinter der verschlossenen Tür jemand um sie, macht das, was kaputt ist, wieder heil. Leider, leider kann nicht jeder der erste sein. Und nicht nur die kullernden Tränen lassen es förmlich spüren, wie qualvoll schwer das Warten sein kann - besonders für den hölzernen Bengel auf dem letzten Stuhl.

Schließlich aber kommt auch Pinocchio mit dem Los „fünfter sein" in den Genuss: „nächster sein". Und wie er durch die Tür tritt und höflich „tagherrdoktor" sagt, da sehen wir ihn: den erfolgreich heilreparierenden Puppendoktor mit Stethoskop und Schraubenschlüssel ...